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Integrative Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf.

Integrationsassistenz

Durch unsere langjährigen Erfahrungen wissen wir, dass Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden können, wenn arbeitsbegleitende Unterstützung geleistet wird.

Wir sind der innovative Ansprechpartner in Angelegenheiten der individuellen beruflichen Integration in der Region Ost-Brandenburg für:

  • Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf
  • deren Angehörige und Unterstützer
  • Schulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Gesetzliche Betreuer
  • Rehabilitations- und Kostenträger
  • Anbieter sozialer Dienstleistungen
  • Arbeitgeber
  • Integrationsfachdienste

Auf diesem Hintergrund haben wir im Sommer 2004 begonnen ein Netzwerk von Integrationsassistenten aufzubauen. Das Projekt wurde 2 Jahre von der Aktion Mensch gefördert. Der Bedarf zeigte, dass eine Fortführung auch ohne Förderung sinnvoll war und immer noch ist.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Integrationsassistenz"?

Integrationsassistenz ist ein Oberbegriff für unterschiedliche Unterstützungsleistungen und -formen, die Menschen mit Behinderung bei der Integration am Arbeitsplatz bzw. der Integration in den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die zentralen Arbeitsweisen werden im folgenden kurz dargestellt:

Bedarfsdiagnostik

Durch eine Bedarfsdiagnostik am konkreten Arbeitsplatz werden die Fähigkeiten des Klienten (Arbeitnehmers) ermittelt und die Anforderungen des Arbeitsplatzes herausgearbeitet. Individuelle Unterstützung wird dann in den Bereichen angeboten, in denen die individuellen Fähigkeiten den gesetzten Anforderungen nicht ausreichend entsprechen.

Job Coaching

Auf Basis der gezielten Bedarfsdiagnostik werden Schwerpunkte der Unterstützung festgelegt, die die Klienten befähigen sollen, die Anforderungen des Arbeitsplatzes zu erfüllen. Lernen und das Einlassen auf Veränderungen stellen dabei zentrale Elemente des Job Coaching dar. Nur wenn seitens des Klienten die Bereitschaft besteht sich mit den neuen Anforderungen zu beschäftigen, kann eine dauerhafte Integration gelingen. Aber auch auf Seiten des Job Coachs muss eine ausgeprägte Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit ständig neuen Situationen vorhanden sein, da sich nur wenige Unterstützungsfälle vergleichen lassen. So bedarf jeder Klient und jeder Arbeitsplatz eines individuelle Vorgehensweise.

Durch den Job Coach sind verschiedenste Faktoren zu berücksichtigen und zu beachten. Sowohl die Defizite, als auch die besonderen Stärken des Klienten müssen sachkundig und auf den jeweiligen Arbeitsplatz bezogen ermittelt werden, um über den Einsatz erforderlicher Trainingsmaßnahmen zu entscheiden. Hierbei sind durch den Job Coach verschiedenste Bereiche abzudecken. So muss der Job Coach Arbeitsgänge so strukturieren, dass der Klient die Erfüllung seiner Aufgaben (möglichst kurzfristig) selbständig erledigen kann. Einige Tätigkeiten können trainiert werden, andere Arbeitsschritte müssen eingeübt und/oder durch Hilfsmittel (z.B. Reinigungsplan mit Fotos, Kontrollkarte, Notfallplan) bearbeitbar gemacht werden. Hierbei setzt der Job Coach verschiedene Lernmethoden und -verfahren ein, was entsprechende Kenntnisse bei den Job Coachs voraussetzt. Sofern notwendig, kann auch ein Fahrwegetraining (Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs zwischen Wohn- und Betriebsort) zu den Aufgaben eines Job Coachs gehören.

Neben der originären Unterstützung im Zusammenhang mit den Arbeitsabläufen, die sich aus dem Arbeitsplatz ergeben, unterstützten Job Coachs auch die soziale Integration in den Betriebsalltag. So werden z.B. Angebote zum Training des Sozialverhaltens innerhalb eines Betriebs unterbreitet, die dazu dienen die Zusammenarbeit mit den Kollegen zu erleichtern. Dies schließt die Beratung und Sensibilisierung der KollegInnen am Arbeitsplatz ein, die darauf zielt sogenannte "Paten" für den Klienten zu gewinnen, die als Unterstützer und Ansprechpartner vor Ort sind, da der Job Coach immer nur für einen befristeten Zeitraum für den Klienten zur Verfügung steht.

Arbeitsassistenz

Menschen mit Behinderung haben nach SGB IX (§ 102 Abs.4 ) Anspruch auf Arbeitsassistenz, wenn sie ohne diese eine Arbeit nicht ausführen können. Die Kerntätigkeiten muss der Betroffene eigenständig ausführen können. Zur Arbeitsassistenz gehören z.B. Handreichungen am Arbeitsplatz, Vorlesen für blinde Menschen, Gebärdendolmetschen für Gehörlose und ähnlich gelagerte Leistungen, die ArbeitnehmerInnen mit Behinderung bei der Erfüllung ihrer Arbeitsaufgaben unterstützen.

Sozialtraining

Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf fällt es teilweise schwer sich in Teams zu integrieren und sozial angemessen zu verhalten. Das Sozialtraining soll Klienten das Erlangen entsprechender Fähigkeiten ermöglichen. Die Klienten erlernen mit anderen, bisher fremden Menschen in Kontakt zu treten, Gespräche zu führen und sich mit den Ansprüchen, Interessen und Neigungen der anderen zu beschäftigen. Fähigkeiten zur Kooperation mit Kollegen und im Team spielen hierbei eine zentrale Rolle. Weiterhin gehört die Befähigung zum Umgang mit Konfliktsituationen zum Sozialtraining. Dabei erlernen die Klienten Kritik anzunehmen, zu verstehen und konstruktiv zu verarbeiten. Das Training wird in kleinen Gruppen durchgeführt, in denen verschiedene Methoden (Gesprächskreis, Leitfragen, Rollenspiele, KuKuK u.a.) zur Anwendung kommen. Im Zentrum steht dabei der konkrete Erfahrungshintergrund aus dem Arbeitsalltag der Klienten, die die Ergebnisse des Sozialtrainings so zeitnah in ihrer Arbeitssituation umsetzen können.

Berufswegeplanung

Häufig ist bei Klienten festzustellen, dass sie insbesondere im beruflichen Bereich kaum Vorstellungen der eigenen Zukunft haben. Durch eine Berufswegeplanung entwickeln die Klienten gemeinsam mit dem/der Integrationsassisten/tin und weiteren Unterstützern (z.B. gerichtlich bestellter Betreuer, Arbeitgeber, Kollegen, Familienmitgliedern) Ziele und Wege zur Zielerreichung. Dabei spielt der Klient die entscheidende Rolle, der dabei unterstützt wird, seine Wünsche, Träume und Ziele selbst zu formulieren.

In Anlehnung an die "Methode der Persönlichen Zukunftsplanung" wird der Klient befähigt, gemeinsam mit den Unterstützern realistische Ziele zu formulieren, die mit seinen Potenzialen und den realen Gegebenheiten in Einklang stehen. Gerade auch bei der beruflichen Zukunftsplanung ist es wichtig, gemeinsam mit dem Klienten, Ziele zu bestimmen, die in einem überschaubaren Rahmen zu realisieren sind. Durch die IntegrationsassistentInnen wird die berufliche Zielbestimmung und -erreichung konstruktiv moderiert.